Traumatherapie Kassel - Hilfe bei seelischer Verwundung

Traumatherapie-Hilfe bei seelischer Verwundung

Die Traumatherapie richtet sich an Menschen, die in ihrem Leben eine oder mehrere als ausweglos erlebte und die Existenz bedrohende Erfahrungen gemacht haben oder deren Augenzeuge sie geworden sind. Traumatisierte Menschen leiden unter diesen Erlebnissen, die einen manchmal plötzlich und überraschend wieder einzuholen scheinen. 

 

Es gibt verschiedene umgangssprachliche Redewendungen für das Erleben eines Traumas: Es geht einem durch Mark und Bein, es wirft einen aus der Bahn, es legt einen lahm, es zieht einem den Boden unter den Füßen weg, es haut einen um, es lässt einen verstummen, man hört die Englein singen...

Gemeint ist die Auswirkung einer solchen, als ausweglos erlebten und von Ohnmacht und Hilflosigkeit geprägten Erfahrung auf den gesamten Organismus. Traumatisierende Erfahrungen wirken sich auf die Wahrnehmung unserer fünf Sinne (hören, sehen, schmecken, fühlen, riechen) aus.  Es können sich Symptome auf psycho-somatischer Ebene bilden, deren Schwere nicht von der Art des erlebten Traumas, sondern von der Plötzlichkeit, Heftigkeit, Ausweglosigkeit und Dauer, der der Mensch zum Zeitpunkt der Traumatisierung ausgesetzt war, abhängt.

Ein Trauma kann unterschiedlicher Art sein: Das Erleben von Unfällen, Naturkatastrophen, Verlust oder Erkrankung einer nahe stehenden Person, emotionale Vernachlässigung, sexuelle Gewalt und einiges mehr können zu Traumatisierungen führen. Unterschieden wird in das einmalige Erleben solcher Erfahrungen (Monotrauma), das mehrfache Erleben (Multitrauma) und das langanhaltende Erleben solcher Erfahrungen (sequentielle Traumatisierung).

Traumatisierte Menschen fühlen sich oftmals seelisch verwundet. Das Erlebte hat sie zutiefst in ihrem Inneren und in ihren Werten erschüttert. Das Erleben von Hilflosigkeit, Ohnmacht und Ausgeliefertsein hat schwerwiegende Folgen für das Selbstbild und das Weltbild. Manchmal entwickeln sich aufgrund dessen Verhaltensweisen, die für die Personen selbst und auch für ihr Umfeld schwer auszuhalten sind. Dann ist es an der Zeit, sich Hilfe und Unterstützung zu suchen!

Kontaktieren Sie mich hier!

"Der Volksmund sagt, die Zeit heile alle Wunden. Doch manchmal ist genau das Gegenteil der Fall."

Wie entsteht ein Trauma

Es ist neurobiologisch erwiesen, dass das Gehirn in einer traumatischen Situation das Erleben anders als gewöhnlich abspeichert. Üblicherweise werden Erfahrungen im Gehirn bearbeitet und als eine Geschichte mit einem Anfang, einer Mitte und einem Ende im biografischen Gedächtnis (Hippocampus) gespeichert. Dort ist die Erfahrung dann als Erinnerung abrufbar. Bei einer traumatischen Erfahrung gelingt das nicht. Der Mensch befindet sich in einer traumatischen Zange und das Erlebte wird in einzelne Sinneserfahrungen fragmentiert, d.h. einzelne Sinnes-Aspekte der Situation abgespalten und im Gehirn verfestigt. Eine Verarbeitung findet nicht statt. Diese Fragmente oder Erinnerungsfetzen in Form von Bildern, Geräuschen, Gerüchen, Gedanken und Körperempfindungen können im Alltag durch Auslösereize (so genannte Trigger) völlig überraschend angestoßen werden, woraufhin der Betroffene sie immer wieder durchlebt und sich fühlt, als befände er sich erneut in der traumatischen Situation: Die Person erlebt einen Flashback.  

Flashbacks sind jedoch nur eines der Symptome einer Traumatisierung. Kann ein Mensch in einer bedrohlichen Situation nicht fliehen oder kämpfen und ist er ausgeliefert und handlungsunfähig, schalten sich manche Körperfunktionen ab: der Mensch scheint erstarrt oder eingefroren, im Schock. Diesen Zustand nennt man Dissoziation. In einer traumatischen Situation ist die Dissoziation überlebenswichtig. Dissoziiert ein Mensch jedoch plötzlich und unkontrollierbar im Alltag ist das sehr hinderlich.

Weitere Symptome so genannter Traumafolgestörungen  sind: Angst, Panik, Konzentrationsstörungen, sozialer Rückzug, Depression, Selbsthass, Selbstverletzendes Verhalten, Suchtverhalten, Zwangsstörungen sowie die Entwicklung einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS).

Oftmals leiden Klienten auch unter Symptomen, ohne deren Hintergrund genau zu kennen. Dann geht es um die Entschlüsselung der Symptomatik, nach der Annahme, dass jedes Symptom seinen (guten) Grund hat....

Erkennen Sie sich oder Ihr Verhalten in den Beschreibungen wieder? Denken Sie, dass es ist an der Zeit ist, sich Hilfe und Unterstützung im Umgang mit einer traumatischen Lebenserfahrung zu suchen?
Dann nehmen Sie Kontakt zu mir auf!

Kontakt

Traumatherapie Kassel - Hilfe bei seelischer Verwundung

Cookies

Wir verwenden Cookies, um diese Website optimal für Sie zu gestalten und zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Informationen.